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Angst vor Ärzten (Iatrophobie)

K640_medical-563427_960_720Es hilft nichts – irgendwann in unserem Leben sind medizinische Untersuchungen erforderlich. Viele Menschen gehen aber schon bei der reinen Vorstellung durch eine kleine Hölle: Sie haben so extreme Angst, so unglaubliche Panik vor der Untersuchung oder der Arzt-Praxis,  dass dafür sogar jahrelange Schmerzen oder Pillen in Kauf anstatt sich einer Behandlung zu unterziehen. In diesem Fall, spricht man von einer Iatrophobie (griech., iatros = Arzt) . 

Angstzentrum München

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Für Menschen mit Angst vor dem Arzt, der s.g. Iatrophobie, ist der Arztbesuch mit Bedrohung und höchster Angst verbunden. Sie fürchten sich vor Schmerzen, Spritzen oder einfach vor dem Ausgeliefert sein. Auch Angst vor Blut oder vor einem eventuellen Kontrollverlust (Übelkeit, Ohnmacht) können Gründe für die Vermeidung sein. Bereits beim Gedanken an Weißkittel oder Untersuchungen geht es ihnen nicht gut und sie spüren große Angstgefühle.

Auch ein noch so großer Leidensdruck kann dann diese Personen nicht dazu bewegen, eine Arztpraxis aufzusuchen. Falls sie sich trotzdem aufraffen, haben sie mit Panikattacken zu kämpfen, befürchten unangenehm aufzufallen, kreislaufschwach zu werden oder sie schämen sich ihres Körpers. Vereinbarte Arzt-Termine werden doch abgesagt oder x-mal verschoben. Krankheiten können auf diese Weise verschleppt oder chronisch werden.

Angst vor dem Arzt überwinden

Mit unserer Integrativen Kombinationstherapie gegen Angst und Panik machen wir immer wieder sehr gute Erfahrungen in Bezug auf Ursachenfindung und Angstfreiheit im zuverlässigen Maß. Je nach individueller Situation arbeiten wir dabei mit den Verfahren wingwave, integrativem EMDR oder Hypnose. Abhängig von biografischen und anderen Faktoren kann damit auch eine starke Angst vor dem Arzt oder die Panik vor körperlichen Untersuchungen in meist wenigen Sitzungen aufgelöst werden.

Ursachen der Angst vor dem Arzt

Schlechte Erfahrungen mit dem medizinischen System, seien es eigene Erfahrungen oder die von nahestehenden Menschen, können so massiv gewesen sein, dass der damit verbundene Schock oder Schmerz noch immer im Gehirn als negative „Arzt-Erinnerung“ gespeichert ist. Diese Erinnerungen können z. B. schmerzhafte Impfungen als Kind genauso umfassen wie lange Krankenhausaufenthalte, komplizierte Operationen oder massiv erlebte Beschwerden und völlige Hilflosigkeit nach einer Untersuchung oder Operation, sei es bei sich selbst oder bei vertrauten Menschen.

Angst vor dem Tod oder Angst vor körperlicher Verletzung bzw. Versehrtheit können im Gehirn sozusagen „Verknüpfungs-Sprünge“ machen und den Arztbesuch mit dem Tod oder mit Angriff/Verletzung verbinden. Besteht diese Verknüpfung im Gehirn (dies erfolgte unbewusst), kann dies zu Gefühlen von Angst und von Ausgeliefertsein sowie zu einer latenten Todesangst führen, sobald ein Arztbesuch bevorsteht. In der Regel spielen hier frühere Erlebnisse, die seinerzeit die neuronale Verknüpfung entstehen ließen, eine Rolle.

Erlernte Angst vor Arzt oder Krankenhaus entsteht über nahe Bezugspersonen, die diese Angst selber hatten (Eltern, Geschwister, Verwandte) und die Ihnen die Angst „vorgelebt haben“. Unser neuronales Lernsystem hat die Angst vor dem Arzt dann quasi mit in die Wiege gelegt bekommen, von den anderen im Rahmen der Erziehung „abgeschaut“ und als „Lebensregel“ gespeichert.

Angst vor Männern / Frauen kann die Ursache sein, wenn sich jemand z. B. ausschließlich bei einer weiblichen Ärztin wohl fühlt, bei einem männlichen Arzt aber Angst- oder Panik-Gefühle spürt (oder umgekehrt). Vielfach hat diese Angst mit früheren Erlebnissen zu tun, bei denen ein Mann oder eine Frau eine Schlüsselrolle bei der Entstehung von Angst, Machtlosigkeit und einem Ausgeliefertsein-Gefühl gespielt haben.

Angst vor Grenzüberschreitungen, mit denen man, bewusst oder unbewusst, beim Arztbesuch rechnet, gehören auch ins Ursachenspektrum der Arzt-Angst. Betroffen sind davon oft Menschen, die sehr sensibel auf das Einhalten oder Nicht-Einhalten ihrer persönlichen Intimitätsgrenze reagieren. Auch Personen, die bereits taktlose, zu schnelle oder zu grobe Kontaktaufnahmen erlebt haben, zeigen sich Ärzten gegenüber eher vorsichtig und misstrauisch.

Angst vor Autoritätspersonen kann sich bei einigen Menschen auch als Angst vor dem Arzt bemerkbar machen. Schlechte Erfahrungen mit dominanten Personen, die über den eigenen Kopf hinweg entschieden und damit einen Menschen in seiner Selbstbestimmung eingeschränkt haben (auch Manipulation gehört dazu), sind ebenfalls eine Erklärung für die Angst vor Ärzten.

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