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Angst vor Operationen

Sich vor einer Operation Gedanken zu machen, ist ganz normal. Selbst wenn der Eingriff die Gesundheit verbessern oder gar lebensrettend sein kann – viele Menschen haben zumindest ein mulmiges Gefühl, wenn sie „unters Messer müssen“. Bei manchen Menschen ist die Angst vor der Operation oder die Angst vor der Narkose allerdings so groß, dass Gedanken und Körper vor dem OP-Termin verrückt spielen.

Obwohl viele Krankenhäuser Ihr Bestes tun, den Patienten vor der Operation aufzuklären, ist dies für Menschen mit Angst vor Operationen noch lange kein Grund, gelassen in eine OP zu gehen. Im Gegenteil: Die oft detaillierten Informationen muss man als Patient erst einmal verdauen und sich dann darauf konzentrieren, dass die eigenen Sorgen und Befürchtungen durch die ausführlichen Infos nicht noch schlimmer werden.

Patienten können sich heutzutage Informationen aus vielen Quellen beschaffen. Viele Menschen recherchieren vor der OP im Internet oder tauschen sich mit Bekannten über deren Erlebnisse aus. Nicht selten befinden sich darunter auch Geschichten von medizinischen Pannen und schweren Komplikationen. Auch die widersprüchlichen Aussagen verschiedener Ärzte können Patienten verwirren und lösen die totale Angst vor Operationen überhaupt erst aus.

Häufig stellt sich auch heraus, dass der Patient zwar höchstes Vertrauen in die Kunst der Chirurgen hat – aber eine unverhältnismäßige Angst, eine unglaubliche Angst und massive Panik vor der Narkose existiert: Die Angst bezieht sich ausschließlich auf die Wirkung und Nebenwirkung der Narkose, kaum auf die Operation selbst. Über 40% der Patienten, die Angst vor der Operation haben, haben eigentlich „nur“ Angst vor der Narkose.

Aber es hilft oft nichts: Die Operation ist medizinisch notwendig und muss durchgeführt werden. Doch je näher der OP-Termin rückt, desto aufgeregter und aufgewühlter fühlen sich die Patienten oft, desto mehr kann sich das mulmige Gefühl in extreme Angst oder auch totale Panik vor der Operation wandeln.

Angst vor der Operation überwinden

Mit unserer Integrativen Kombinationstherapie gegen Angst und Panik machen wir immer wieder sehr gute Erfahrungen in Bezug auf Ursachenfindung und Angstfreiheit im zuverlässigen Maß. Je nach individueller Situation arbeiten wir dabei mit den Verfahren wingwave, integrativem EMDR oder Hypnose. Abhängig von biografischen und anderen Faktoren kann damit auch eine starke Angst vor körperlichen Untersuchungen oder vor einer Operation in meist wenigen Sitzungen sehr gut reduziert werden.

Bei der Behandlung von “Angst vor Operationen” haben sich in unserer Praxis auch leichte Hypnosen bewährt. Wir konzipieren unsere Hypnosen sehr gezielt auf Ihre ganz persönliche Situation. Die für Sie spezifisch konzipierte Hypnose ist deshalb besonders schnell wirksam.

Ursachen der Angst vor der Operation

Angst vor dem Tod oder Angst vor körperlicher Versehrtheit /Verletzung können im Gehirn sozusagen „Verknüpfungs-Sprünge“ machen und den Arztbesuch mit den Themen Tod oder Angriff/Verletzung verbinden. Besteht diese Verknüpfung im Gehirn, kann sie zu Angstgefühlen und dem Gefühl von Ausgeliefertsein sowie zu einer (latente) Todesangst führen – sobald ein Arztbesuch bevorsteht. In der Regel spielen hier frühere Erlebnisse, die seinerzeit diese neuronale Verknüpfung (Erfahrung) hat entstehen lassen, eine Rolle.

 

Frühere Erfahrungen spielen bei der Angst vor Operationen oder bei der Angst vor Narkose eine wichtige Rolle: Dies können Erfahrungen im medizinischen Bereich sein (frühere OP, schlechte Ergebnisse einer OP, zu frühes Aufwachen während der OP). Oder aber Erfahrungen aus einer völlig anderen, früheren Lebenssituation sein, in der man unfreiwillig anderen Menschen ausgeliefert war. Das Gehirn schafft dabei eigenmächtig einen „Vergleich“ zur früheren Situation (Affektbrücke) und will uns mit der Angst warnen. Unsere Fälle aus der Praxis zeigen tatsächlich, dass belastende Situationen aus der Vergangenheit – und sein es nur Sequenzen gewesen – bei den meisten Menschen die Ursache für die Angst vor Operationen ist.

 

Angst vor der Narkose meint die Angst, vor oder nach der Narkose zu sterben, dem Erstickungstod nahe zu sein, behindert oder vergiftet zu werden, ausgeliefert und manipuliert zu sein, sich nach der Narkose erbrechen zu müssen oder gelähmt zu bleiben. Die Kontrolle für gewisse Zeit abzugeben und sich vertrauensvoll in die Hände er Ärzte zu begeben – diese Einstellung ist demjenigen fremd, der Angst vor der Narkose hat.

 

Angst vor Kontrollverlust ist eigentlich eine „normale“ Befürchtung: Denn wer verliert gerne „geplant“ sein Bewusstsein und gibt anschließend die Kontrolle über Kopf und Körper quasi wildfremden Menschen hin? Die Kontrollverlust-Angst ist besonders bei Menschen ausgeprägt, die auch im normalen Leben bemüht sind, die Kontrolle zu behalten (emotional, allgemein im Leben) und nicht so leicht ihr Vertrauen schenken.

 

Angst vor Behinderung durch misslungene Eingriffe oder durch die „falsche“ Narkose ist ebenfalls bei einigen OP-Patienten zu finden. Diese Angst speist sich meist auf Schreckensberichte, die man in den Medien wahrgenommen hat.

 

Angst vor dem Sterben hat meist mit einer Angst vor der Narkose zu tun. Sie ist die häufigste Angst vor bestehenden Operationen. Denn rein theoretisch, das sind die Befürchtungen, könnte man aus der Narkose nicht mehr aufwachen und übergangslos in den Sterbeprozess gleiten – was natürlich sehr selten passiert!

 
 

Weitere Angst- und Paniktherapien

Wir sind keine Ärzte. Es werden keine Diagnosen gestellt oder Heilversprechen abgegeben. Leiden werden ausnahmslos auf nichtmedizinischer Basis behandelt. Die sich auf dieser Seite befindlichen Informationen dienen weder zur Selbsttherapie, noch zur Erstellung eigener Diagnosen. Für deren Richtigkeit übernehmen wir keine Haftung. Wenn Sie sich in ärztlicher Behandlung befinden, unterbrechen Sie diese nicht ohne vorherige ärztliche Rücksprache.